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Klarheit siegt – Konfliktsituationen mit Mitarbeitern meistern

Ein Mitarbeiter möchte eine Aufgabe übernehmen, für die er eigentlich nicht qualifiziert ist. Oder aber er denkt, einen berechtigten Anspruch auf eine Beförderung zu haben, ohne tatsächlich so weit zu sein. Keine leichte Aufgabe für die Führungskraft, oder etwa doch?

Klarheit siegt – Konfliktsituationen mit Mitarbeitern meistern

Die Kür einer Führungskraft ist, das Potenzial von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erkennen, zu entfalten und für das Unternehmen gewinnbringend einzusetzen. Welches Potenzial kann in dem anfangs beschriebenen Szenario gesehen werden? Das Potenzial der Intension des Mitarbeiters. Denn: Die Motivation der Mitarbeiter ist eine wichtige Voraussetzung, um einen guten Job zu machen. Deswegen ist es in solchen Situationen die erste Aufgabe der Führung, die Intension des Mitarbeiters anzuerkennen und zu bestärken.

Feedback zu Leistungsstand und Entwicklungschancen?

Gleichzeitig ist sich die Führungskraft darüber bewusst, dass es neben der Intension auch Kompetenz braucht. Wenn der Mitarbeiter also noch nicht geeignet ist für die neuen Aufgaben, kann die Führungskraft nun zwei Faktoren prüfen: Bekommt der Mitarbeiter regelmäßig Feedback zu seinem Leistungsstand? Und wird jährlich mindestens ein Mitarbeitergespräch durchgeführt, in dem auch über zukünftige Entwicklungen gesprochen wird?

Den Schulterblick als Standard etablieren

Für jedes Unternehmen ist es sehr empfehlenswert, Rückkopplungen in Form von Leistungsfeedbacks und Entwicklungschancen als Standard einzuführen. Das sorgt dafür, dass das Unternehmen von seinen Mitarbeitern weiß, wo sie gerade stehen, was sie derzeit im Unternehmen als gut ansehen, was sie sich zusätzlich wünschen und in welche Richtung sie sich entwickeln wollen. Mit diesen Erkenntnissen können für jeden Mitarbeiter individuell die nächsten Schritte und Möglichkeiten definiert werden, sodass Situationen mit unrealistischen Beförderungserwartungen von vornherein vermieden werden.

Klar kommunizieren, klar Ziele setzen

Kommt es nun aber dazu, dass Sie sich in genau so einer heiklen Situation mit unrealistischen Erwartungen wiederfinden, ist eines besonders wichtig: Kommunizieren Sie rechtzeitig. Denn nichts kann das Betriebsklima und die Motivation Einzelner mehr erschüttern, als wenn der Beförderungswillige von seinem Kollegen erfährt, dass diesem die Stelle zugesprochen wurde und er selbst dadurch nicht infrage kommen kann. Weiter ist es in der Kommunikation wichtig, klar, direkt und transparent zu kommunizieren. Wann immer eine Führungskraft einen Konflikt oder eine heikle Situation mit Mitarbeitern hat, entscheidet Klarheit über den Ausgang der Situation. Denn jeder möchte wissen, woran er ist. Klarheit ist also eine Form der Wertschätzung. Und umso wichtiger in einer Zeit, die von Unsicherheit und Veränderung geprägt ist. Als kostbares Gut sorgt sichere und klare Kommunikation in der Führung für Ruhe.

Mit der klaren Kommunikation ist es natürlich nicht getan. Jetzt geht es darum, dem Mitarbeiter Perspektive und klare Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Sieht die Führungskraft also Potenzial beim Mitarbeiter, darf dies gerne kommuniziert werden. So hat der Mitarbeiter ein Ziel vor Augen und kann engagiert darauf hinarbeiten. Win-win für den Mitarbeiter und das Unternehmen.

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